Presse

Zum Gliederungswechsel von Wagenfeld und Wetschen in die HR-OM

Kurzinterview  vom 13.03.11

zwischen

Uwe Müller, stv. Vorsitzender für Öffentlichkeitsarbeit/HROM und

Hartmut Striek, Schiedsrichterwart des TuS Wagenfeld

Vom 13.03.11

Was war der Anlass für den Wechsel in die HROM?

Drei Gründe waren ausschlaggebend dafür, den Antrag auf Wechsel des Handballkreises zu stellen. Zum einen bekommt man die Derbys zurück, da Lemförde, Barnstorf/Diepholz und neuerdings auch Wetschen in der Handballregion Oldenburger Münsterland spielen. Ausserdem rechnet man sich aus, dass zu mindestens tendenziell die Fahrtkosten sinken. Zu einigen Aussreissern wie Friesoythe und Garrel kommen auch zum Beispiel Steinfeld, Mühlen und Vechta dazu. Ein weiterer Punkt ist, das der Handballkreis Diepholz e.V.  und der Handballkreis Verden e.V. möglicherweise ihre Klassen zusammenführen. Rechtlich bleiben beide Kreise selbstständig. Allerdings würde sich Wagenfeld dann nur noch nach Norden orientieren. Spiele in Verden, Ottersdorf oder Rotenburg wären der Normalfall. Das würde bis in den Jugendbereich runtergehen.

Welche Erwartungen habt Ihr jetzt?

Der Wechsel in die HROM stellt für den TuS Wagenfeld in gewisser Hinsicht ein kleines Stück Neuanfang dar. Man verlässt die bekannten Weggefährten. Auf diese Weise wollen wir, die Verantwortlichen der Sparte, dem Handball in Wagenfeld neuen Auftrieb geben und ein Zeichen setzen. In den letzten Jahren hatten sich starre Strukturen eingeschliffen und es gab bei Sportlern und Verantwortlichen Anzeichen für eine gewisse „Müdigkeit“.

Was meint Ihr mit Neuanfang?

Der Spartenvorstand stellt sich neu auf. Wenn man sich die Homepage des TUS anschaut, dann bemerkt man, das einige Posten unbesetzt sind. Das soll selbstverständlich nicht so bleiben. Wir versuchen, die Jugendarbeit mit Hilfe eines Jugendkoordinators (vielleicht anstelle eines Jugendwartes) durchgängig zu organisieren, um die Ausbildung der Jungs und Mädels zu verbessern. Ausserdem wollen wir unsere Arbeit auf mehr Schultern als bisher verteilen. Uns schwebt vor, gewisse Tätigkeiten auf Arbeitsgruppen zu verteilen. Die können sich ganz nach Vorlieben frei bilden, um Projekte zu bearbeiten, zum Beispiel ein Turnier zu planen, eine Feier zu veranstalten oder helfen bei der Saisonvorbereitung. Anschließend kann sich die Arbeitsgruppe wieder auflösen. Mit einer Arbeitsgruppe haben wir auch den Wechsel in die HROM bewerkstelligt.

Wieviele Mannschaften Eures Vereins betrifft der Wechsel?

Unsere 1. Herren spielt zur Zeit in der Verbandsliga, sie ist von dem Wechsel nicht betroffen. Die 1. Damen spielt in der Landesliga BHV und würde im Bezirk Weser-Ems eingegliedert werden müssen. Die weibl. B-Jugend spielt zur Zeit in der Landesliga BHV eine sehr gute Rolle und es ist geplant, auch in der nächsten Saison an dieser Erfolgsgeschichte weiterzuschreiben. Alle anderen Mannschaften spielen auf Kreisebene, das sind die 2. Damen- und Herrenmannschaft und insgesamt 9 Jugendmannschaften. Die Planungen für die neue Saison sind noch am Anfang.

 Wo seht Ihr jetzt die Vorteile?

Im Jugendbereich ist zumindest bis zur C Jugend die Spielstärke höher und es gibt auch mehr Mannschaften. Uns erscheint auch die Qualität im Seniorenbereich höher. Wir werden in den nächsten Jahren unsere Erfahrungen damit machen. Die Organisation in HROM ist uns als straff und Leistungsfähig bekannt. Uns ist aber auch bekannt, das bei Euch die Bäume genauso wenig in den Himmel wachsen wie im Handballkreis Diepholz. Es ist einfach wichtig, dass man sich von Zeit zu Zeit selbst neu erfinden muß.

Wagenfeld, 13.03.11