Fair-Play-Kampagne

 

SF 5

Jede Woche finden zahlreiche Handballspiele statt. In der Meisterschaft, im Pokalwettbewerb oder bei einem Turnier, in der Jugend, bei den Erwachsenen oder Senioren.

Damit alle Spiele – wie im offiziellen Regelwerk empfohlen – von zwei Schiedsrichtern geleitet werden können, benötigen wir die gleiche Zahl an Schiedsrichtern wie gemeldeten Mannschaften. Tatsächlich sind aber nur etwa die Hälfte an Unparteiischen verfügbar. Deshalb müssen sie nicht selten mehrere Spiele in der Woche und am Wochenende leiten, und das auch noch oft allein.

Dabei wird sehr schnell klar:

Ohne Schiedsrichter/in spielt sich nichts ab!

Darum suchen unsere Vereine und die HROM ständig ambitionierte Jugendliche, Frauen wie Männer, die Interesse an einem der wichtigsten und anspruchvollsten Hobbys im Sport besitzen:

der Schiedsrichterei.

Alle werden von der HROM regelmäßig fortgebildet. Ob als Anfänger oder bereits seit langem amtierender Unparteiischer und unabhängig von der eingesetzten Spielklasse.

Wie werde ich Schiedsrichter/in?

Der Weg vom Anfänger bis zum erfahrenen Schiedsrichter ist weit – aber er lohnt sich. Nach einiger Zeit ist es, als sei man von einem Virus befallen und kommt nicht mehr davon los.

Die Tätigkeit als Schiedsrichter fördert die eigene Persönlichkeit und eröffnet Erfahrungen im Umgang mit Menschen, die man sonst vielleicht nicht macht. Und sie ermöglicht die Teilnahme am Handballsport auch noch in einem Alter, in dem man nicht mehr Spieler sein möchte.

Der Ausbildungsbeginn ist ab 14 Jahren möglich. Eine Altersgrenze nach oben gibt es nicht. Voraussetzung ist die Mitgliedschaft in einem der Handballvereine der Region und selbstverständlich von Anfang an Lust und Motivation am Leiten von Spielen.

Die Grundausbildung umfasst Praxis- und Theorieeinheiten. Sie endet mit einer schriftlichen Prüfung, in der Fragen zur Regelkunde beantwortet werden müssen. Nach der bestandenen Prüfung folgt noch eine praktische Einheit, wo die Fähigkeit der angehenden Schiedsrichter/Innen, Spiele zu leiten, abgeprüft wird.

Dann erfolgt die Aufnahme in den sogenan und die Ausstellung des Schiedsrichterausweises.

Der Schiedsrichterausweise ermöglicht im Übrigen freien Eintritt zu allen Handballspielen im Geltungsbereich des Handballverbandes Niedersachsen, mit Ausnahme von Spielen in den Regional- und Bundesligen sowie Länderspielen und Vereinsturnieren.

Ausrüstung, Versicherung und Finanzen

Die Schiedsrichterkleidung wird meist von den Vereinen bzw. Spielgemeinschaften, die die Schiedsrichter melden, gestellt. Ebenso übernehmen sie in der Regel die Gebühren für die Schiedsrichter-Grundausbildung. Je nach Möglichkeit, tragen die Vereine bzw. Spielgemeinschaften auch einen Teil der Mitgliedsbeiträge. Eingeschlossen darin ist auch die Sport-, Haft- und Unfallversicherung des Landessportbundes (LSB).

Abhängig von den Spiel- und Altersklassen gibt es für jeden Schiedsrichter eine Aufwandsentschädigung pro Spiel zuzüglich eventuell entstandener Fahrtkosten.

Schiedsrichter erhalten so im Monat gut und gerne 50 Euro und mehr. Das ist doch etwas, oder? Leiten sie bereits Spiele in den Ligen des Verbandes (Landes-, Verbands- oder Oberligen), erhöhen sich die Aufwandsentschädigungen sogar.

Aufstieg und Entwicklung

Auch Schiedsrichter stehen im sportlichen Wettbewerb. Abhängig von ihrer Einsatzbereitschaft, ihren gezeigten Leistungen und Perspektive können sie in höhere Spielklassen aufsteigen aber von dort auch absteigen.

Weitere Informationen

Über das Regelwerk und über die Termine der Lehrgänge für Schiedsrichter informieren unsere Internetseiten. Alle Fragen rund um das Schiedsrichterwesen beantworten euch gerne die Mitarbeiter des Schiedsrichterausschusses.